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Was ist SAM ?
SAM steht für Simple Aurora Monitor
und ist ein preiswertes und gleichzeitig sehr genaues Selbstbaumagnetometer.
Es ist in der Lage, Veränderungen im Erdmagnetfeld unmittelbar
zu messen. Aus diesen Messdaten lassen sich wiederum Rückschlüsse
auf die aktuelle Polarlichtsituation ziehen.
Heir geht es zu den Online Daten von SAM Bad Honnef...
SAM wurde von Karsten
Hansky und Dirk
Langenbach entwickelt. Sie haben
vorzügliche Entwicklungsarbeit geleistet und helfen jederzeit
bei Fragen weiter. Karsten ist vorwiegend für die Software
und Dirk für die Hardware zuständig.
SAM Fluxgate Sensor
SAM arbeitet mit einem s.g. Fluxgate Sensor. Dieser
macht sich die "Sättigung" magnetischer Materialien
zunutze.
Das Magnetfeld einer Spule wird durch einen Eisenkern verstärkt.
Wenn ein Strom durch die Spule fließt, richten sich die Elementarmagneten
des Eisenkerns in der Richtung des von der Spule erzeugten Magnetfeldes
aus. Das nun erzeugte Magnetfeld des Eisenkerns und der Spule addieren
sich und bilden ein stärkeres Magnetfeld. Jedoch wenn alle
Elementarmagneten des Eisenkerns ausgerichtet sind, ist der "Sättigungspunkt"
des Eisens erreicht.
Bei einem Fluxgate Sensor lässt man durch die
Spule einen Wechselstrom fließen. Dabei kippt das Magnetfeld
des Eisenkerns, also seine Polarität, in symmetrische Folge
hin und her. Wenn aber von außen, beispielsweise das Erdmagnetfeld
auf diese Spule einwirkt, wird diese symmetrische Folge gestört.
So kann ein in Richtung der Spule wirkendes äußeres Magnetfeld
bewirken, dass die "Sättigung" des Eisenkerns früher
eintritt. Beim durch den Wechselstrom bewirktem Umpolen der Spule
tritt der gegenteilige Effekt ein, die "Sättigung"
des Eisenkerns tritt später ein, da nun das äußere
Magnetfeld dem Magnetfeld der Spule entgegenwirkt. Auf der Auswertung
der asymmetrischen Polarisierung des Kerns basiert das Wirkungsprinzip
des Fluxgate Sensors. Bei Fluxgate Sensoren benutzt man jedoch keinen
Eisenkern sondern s.g. Ferrite. Dies sind Materialien bei denen
der beschriebene "Sättigungspunkt" bei einem exakt
definierbaren Wert eintritt.
Auswertung der Sensorendaten
Die Auswertung der von den Sensoren kommenden Daten
erfolgt über eine speziell konstruierte Controlerkarte. Hier
können bis zu zwei Fluxgate Sensoren angeschlossen werden.
Die auf dieser Karte laufende Software verarbeitet die Daten in
Echtzeit und gibt diese auf einem Display aus. Hier angezeigte Daten
sind: Datum und Uhrzeit, Absulut- und Relativwert der einzelnen
Sensoren, Temperatur an den Sensoren aktueller K-Wert und K-Wert
der letzten Periode, Schwankungsbreite der aktuellen Periode sowie
eine Trendanzeige. Bei SAM Honnef können die einzelnen Temperatur
Sensoren am Magnetfeld detektor einzelnd dazugeschaltet und angestuert
werden.
Die Controlerkarte ist ein ein ISEL Aluminium Gehäuse
B 103 mm x H 42 mm x L 168 mm eingebaut. Dieses macht SAM sehr
robust und die Investitionskosten von ca. 12 Euro plus Schalter
und Buchsen sind zu verkraften.
SAM in der Lage die Daten über ein Nullmodemkabel
an einen Computer zu übertragen. Dies ermöglicht es die
Magnefeldänderungen kontinuierlich mit zu loggen und zu verarbeiten.
Hierbei können eventuelle Zivilisatorische Störungen herrausgefiltert
werden Durch eine Batch Funktion kann ein aus den Daten generiertes
Diagramm auf dieser website online gestellt werden.
Technische Daten
PIC-Mikrocontroller 16MHz
Messbereich: ca. +/- 50000nT,
Auflösung: 1-2nT,
Ausgabe der Messwerte auf beleuchtetes LCD-Display (4x20Zeichen),
Ausgabe der Messwerte auf RS-232 Schnittstelle,
Ausgabe der Messwerte auf zwei Analogausgänge (0 .. 5V oder
–2.5 ... 2.5V),
Anschluss von zwei Fluxgatesensoren möglich,
Anschluss von einem Temperatursensor möglich,
Echtzeituhr,
potentialfreier Schaltausgang,
potentialfreier Eingang,
Parametrierbarkeit der Software über RS-232-Schnittstelle,
Versorgungsspannung: 12V DC,
Stromaufnahme: 60..70mA.
Isolation der Sensoren und der Datenleitung
bei SAM Bad Honnef
Da die von SAM verwendeten Fluxgate Sensoren auch
temperaturempfindlich sind, müssen sie wärmeisoliert werden.
Eine Änderung der Temperatur um +0.1°C würde sich
bei SAM schon mit -10nT bemerkbar machen.
Um dies zu vermeiden, liegt der Fuxgate Sensor in
einem temperaturisoliertem Gehäuse, einer 4" PVC-U Muffe.
Hier sitzt im Inneren ein passgenau gefräster Styroporblock,
der den Sensor in seiner Position hält. Der übrige Zwischenraum
ist mit PU-Schaum ausgeschäumt. Zusätzlich ist die Rohrmuffe
noch mit Aluminium ausgekleidet.
Um das Eindringen von Wasser und den Austausch von
Luft in das Innere des Gehäuses zu vermeiden, ist das Ganze
noch mit speziellem PVC-Kleber verschweißt. Das Sensorgehäuse
liegt in 80cm Tiefe in der Erde.
Die große Masse der hier umgebenden Erde bewirkt,
das hier nur kaum Tempraturschwankungen vorhanden sind.
Damit das Gehäuse nicht verrutscht, ist hier
ein kleiner Sockel aus Fließbeton angelegt worden. Hierauf
liegt das Gehäuse genau ausgerichtet in Quarzsand. Darüber
liegt "normale" Erde.
Datenleitung
Auch das Datenkabel [zwei mal 6,5 Meter Kat-5 Netzwerkkabel]
vom Sensor zu SAM ist in dieser Tiefe vergraben. Da sonst durch
die Kupferdrähte des Cat-5 Kabels, Wärme bzw. Kälte
zum Sensor weitergeleitet werden könnten. Zusätzlich ist
auch das Datenkabel temperaturisoliert.
Dies ist bei SAM Bad Honnef durch einfachen Isolationsschaumstoff
für Warmwasserleitungen erzielt worden. Damit das Kabel auch
vor Wasser geschützt ist, wurde dieses zusätzlich durch
ein Flexileerrohr gelegt.
Temperatursensor
Um die Temperatur am Sensor überwachen zu können,
ist in jedes der beiden Sensorgehäuse ein Dallas-DS18B20-Temperatursensor
integriert worden. Mit dem von diesem Sensor gemessenen Daten läßt
sich auf den durch die Temperaturänderungen hervorgerufene
Drift in den SAM Werten schließen. Gegebenenfalls kann
diesem Drift entgegengewirkt werden. [+0.1°C = -10nT Drift].
Schaltpläne
Die Idee der Schaltung, die bei den Temperatursensoren
bei SAM Bad Honnef verwirklicht wurde, stammt von Ralf Poschadel. Hier eine kleine Auswahl von Schaltplänen:
Getestet sind diese mit Betriebssoftware Version 3.3
mit Bugfix.
Das ganze läuft sicher umd ohne Probleme.
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